IDC: PC-Absatz bleibt dank Chromebooks stabil

Seit einigen Jahren gehen die Verkäufe von klassischen PC’s (einschließlich Notebooks & Convertibles) im weltweiten Durchschnitt stetig zurück. Laut eines Berichts der IDC sank der Absatz im dritten Quartal 2014 allerdings deutlich weniger stark ab als angenommen, wofür unter Anderem die Chromebooks verantwortlich sein sollen. 

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Insgesamt wurden im dritten Quartal 2014 laut der IDC (International Data Corporation) demnach 78,519 Millionen PC’s weltweit abgesetzt. Im Jahr 2013 waren es im gleichen Zeitraum noch 79,905 Millionen, was einen Rückgang um 1,7% bedeutet. Analysten hatten allerdings mit einem deutlich stärkeren Einbruch gerechnet, um 4,1% sollten die Verkäufe von PC’s zurück gehen.

 

Chromebooks & günstige Windows PC’s regieren den Markt

Seit Ende letzten Jahres setzen neben den Tablets vor Allem die günstigen Chromebooks den klassischen Windows PC’s stark zu. Microsoft und die Hersteller reagierten darauf mit deutlichen Preissenkungen, der Software-Riese etwa senkte die Kosten für eine Windows-Lizenz für gewisse Geräte dramatisch ab. Als Folge hieraus wird der PC-Markt seit Monaten förmlich mit günstigen Notebooks und Convertibles geflutet, mittlerweile muss auch für einen akzeptablen Windows-Rechner nicht mehr als 300€ ausgegeben werden. Diese günstigen Computer sind es laut der IDC, die den weltweiten PC-Markt vor einem noch stärkeren Rückgang bewahrt haben.

Aus dem Bericht gehen aber noch einige andere interessante Fakten hervor: Acer konnte seinen Absatz im Vergleich zum Vorjahr um 11,4% auf 6,632 Millionen Einheiten steigern, was nicht zuletzt den erfolgreichen Chromebooks des Herstellers zugeschrieben werden kann. Damit hält sich der Hersteller auf Platz 4 der Top PC-Verkaufer. Angeführt wird die Liste nach wie vor von Lenovo, das Unternehmen konnte mit 15,707 Millionen verkauften Einheiten seinen Absatz ebenfalls um gut 11% steigern.

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Generell lässt sich diesen Zahlen und dem Bericht der IDC entnehmen, dass mittlerweile deutlich weniger Menschen bereit sind, für einen PC (oder ein vergleichbares Gerät) Unsummen auszugeben, da viele Dinge sich auch mit Smartphones, Tablets oder eben Chromebooks erledigen lassen. Die Branche reagierte hierauf mit zahlreichen deutlich günstigeren Geräten.

Aus der Reihe tanzt (wie nicht anders zu erwarten war) einzig und allein Apple. Das wertvollste Unternehmen der Welt konnte trotz der sinkenden Kaufbereitschaft der Kunden und der Tatsache, dass man kein einziges Einsteiger-Gerät im Sortiment führt, seinen Absatz um 8,9% auf 4,982 Millionen verkaufte Einheiten steigern. Damit kickte der Apfel zudem die ehemalige Nummer 5 Asus aus den Top 5 der PC-Hersteller. Zu erklären ist dies wohl unter Anderem mit der Unbeliebtheit von Windows 8, welches aufgrund seiner mangelhaften Desktop-Anpassung offenbar einige nach Alternativen suchen ließ.

 

Der schwächelnde PC-Markt hat bereits einige Hersteller zum Ausstieg bewegt. Sony etwa hat seine Notebook-Sparte aufgegeben, Samsung den Verkauf von PC’s und Chromebooks zumindest in Europa komplett eingestellt. 

 

Anmerkung: Für die Zahlen der IDC wurden Desktop-PC’s, Notebooks, Ultrabooks, Convertibles und Chromebooks berücksichtigt. Tablets (also alle Geräte, bei denen die Tastatur nicht fest verbaut wurde) zählen nicht zu den PC-Verkaufen.