Chromebooks starten durch an Schulen

Google nimmt mit seinem System Chrome OS unter Anderem den Bildungssektor verstärkt ins Visier. Dies scheint mittlerweile auch von Erfolg gekrönt zu sein, immerhin wurden im letzten Quartal eine Million Chromebooks alleine an Schulen verkauft. 

Diese Zahl wirkt selbst dann noch beeindruckend, wenn man sie mit den 74,4 Millionen Computern in Relation setzt, welche im zweiten Quartal 2014 insgesamt ausgeliefert wurden. Schließlich sind Schulen alleine nicht unbedingt der größte Abnehmer, dennoch konnten die Chromebooks sich einen beachtlichen Anteil sichern (die an Privatkunden verkauften Geräte sind ja noch garnicht mit eingerechnet).

Googles Strategie scheint langsam aber sich von Erfolg gekrönt zu sein: Günstige und einfache Geräte für Schulen, bei denen alle benötigte Software bereits vorhanden ist. Keine selbst zusammen geschusterten Server-Systeme mehr in Schulen, alles läuft über die Google Dienste. Nebenbei „züchtet“ man sich auf diese Weise auch gleich eine Menge potentieller Kunden für die Zukunft heran.
Dem hat Microsoft nach wie vor wenig entgegen zu setzen. Obgleich man mittlerweile sogar drastisch an der Preisschraube gedreht hat (die Lizenzkosten für Windows 8.1 wurden unter bestimmten Voraussetzungen deutlich gesenkt), bietet der Software-Gigant immer noch keine adäquate Antwort auf Chrome OS von Google. Ein schlankes, einfaches und schnelles System muss her, aber das bietet das Unternehmen einfach nicht. Zumindest nicht in so günstigen Preis-Regionen.

Aber auch Apple dürfte über diese Entwicklung nicht erfreut sein. Viele Schulen in den USA setzen unter Anderem auf iPads als eine einfache Computer-Plattform für Schüler und Lehrer. Allein schon aus preislichen Gründen könnten sich in Zukunft allerdings viele stattdessen für Chromebooks entscheiden.

Sollte der Erfolg von Chrome OS in Zukunft noch weiter ansteigen, so wird es gewiss nicht mehr lange dauern, bis wir auch gleichwertige Konkurrenz-Systeme sehen werden. Dann kann man sein modernes und vernetztes Notebook vielleicht irgendwann auch ohne den faden Beigeschmack nutzen, dass alle Daten direkt in den Armen der NSA und sonstiger Verbrecher landen.

Source :

OMGChrome